KÜNSTLER
DER GALERIE

Mit den Künstlern auf dieser Seite besteht eine vertrauensvolle Zusam- menarbeit. Wir haben mit ihnen Ausstellungen durch- geführt und Werke von ihnen im Bestand der Galerie. Wenn Sie einen der Künstler anklicken erhalten Sie weiterführende Informationen zu seiner Arbeit, seiner Vita und Beispiele seiner Kunst- werke.

Künstlerbestand

Georg Baselitz

Zu Gast in der Region der frühen Jahre

Biographie >>

Der Maler Georg Baselitz, geb. 1938 als Hans-Georg Kern in Deutschbaselitz, studierte von 1956 bis 1964 zunächst in Ostberlin und dann in Westberlin an den dortigen Hochschulen für bildende Künste. Bevor er 1975 nach Schloss Derneburg bei Hildesheim zog, lebte Baselitz eine Zeit lang in Osthofen/Worms und Forst/Weinstraße. Von 1977 bis 1983 war er Professor an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste in Karlsruhe und anschließend bis 1988 an der Hochschule der Künste Berlin. Bereits ab 1966 verlieren seine Sujets ihre anekdotische Bedeutung und werden Anlass für eine expressive gestische Malerei, die sich selbst zum Thema hat. Dies wird erreicht durch Fragmentierung des Motivs mittels Schnitten. Ab 1969 werden die Motive auf den Kopf gedreht gemalt, um die Aufmerksamkeit des Betrachters auf die Malerei selbst zu konzentrieren. Dies gilt natürlich auch für das druckgrafische Werk. Die Galerie hat hiervon eine schöne Auswahl im Bestand. Aus der Reihe der zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen im In- und Ausland seien die Teilnahme an der documenta 5 in Kassel 1972, der Biennale in Venedig 1980 und die große Retrospektive seines Werkes im Guggenheim Museum New York 1995 herausgehoben. Georg Baselitz wird mit Jörg Immendorff, Anselm Kiefer, A.R. Penck, Rainer Fetting oder Markus Lüpertz zu den Neo-Expressionisten gezählt. In Gegenbewegung zu Minimalismus und Konzeptkunst bekannten sie sich zur totgesagten Kunst der Malerei und stellten erneut zur Schau, was in Misskredit geraten war: Subjektivität, Gegenständlichkeit, Emotionen, Erinnerung, Sexualität und Symbolisches. Eine erweiterte Auffassung von Neo-Expressionismus ermöglichte es auch, Künstler zu rehabilitieren, die sich bereits gegen den Zeitgeist expressionistisch geäußert hatten, wie Arnulf Rainer, Cy Twombly und Per Kirkeby.

Schwarze Mutter rotes Kind

Öl auf Leinwand, 1985

Maße: 250 x 250 cm